4 geistliche Haltungen

Das Erkennen dieser Herausforderung ist ein Anstoß, aufzubrechen, nach neuen Wegen zu suchen, so wie es in der Bibel vom Volk Gottes immer wieder auch beschrieben wird.

In diesem Sinn hat unser Bistum einen Prozess gestartet: Wandel möglich machen.  Wir sollen dabei Halt finden in dieser Veränderung / Erneuerung in 4 Haltungen, die uns die Vordenker (innen) im Bistum nahelegen, wenn wir uns auf diesen Weg unter Gottes Führung einlassen.

Lassen ist von den Haltungen vielleicht der Begriff, der die größte Spannbreite hat.
Die Ausrichtung für diese Haltung ist eine Grunderkenntnis über das Wesen der Kirche:

Sie ist ein Geheimnis, auf das wir uns einlassen können.
Zeichen für Gottes Wirken - sein Heil, das können wir nur zulassen nicht selber machen.  

Wir dürfen uns auf Gott und sein Wort und Wirken verlassen. Es gibt dazu ein starkes biblisches Bild: der Kampf am Jabbok, an dessen Ende  Jakob / Israel spricht: Ich lasse dich nicht, es sei denn, du segnest mich.
So dürfen wir mit Gott ringen, auf Seine Gegenwart uns einlassen und Sein Wirken erfahren.

Aus unserem Gotteslob passen dazu besonders 2 moderne Lieder:
GL 422 Ich steh vor dir mit leeren Händen Herr und GL 839 Geborgen in dir Gott

Wenn wir uns so auf Gott einlassen, uns auf IHN verlassen, dann wird Vertrauen wachsen.
Der Psalmbeter weiß: Treue sprosst aus der Erde hervor, ...

Vertrauen ist der 2. Halt in diesem Wachstums- / Veränderungsprozess.
Diese Veränderungen sind ja nicht auf die Kirche in Deutschland begrenzt. In vielen Ländern der westlichen Welt hat es die institutionelle Kirche schwer, muss eine neue Form finden, zumal sich auch in der Gesellschaft viel ändert und die Gemeinden / die Kirche stark mit der Gesellschaft verwoben war.

Vertrauen wird auch in anderen Impulsen des gemeindlichen Aufbruchs sehr gefördert, denn diese Haltung erlaubt, Konflikte, die mit einer solchen Veränderung einem solchen Wachstum einhergehen, angemessen anzugehen.

Erwarten und Wertschätzen sind dann wichtige Haltungen für den Gemeindealltag. Wir freuen uns über Gottes gute Gaben, die Charismen, die wir gerne miteinander teilen. Darin zeigen sich Erwartungen Gottes an uns und miteinander dürfen wir diesen Erwartungen mehr und mehr entsprechen - als Mitarbeiter Gottes uns senden lassen in die Welt.

Die Haltung der Wertschätzung lenkt unsere Aufmerksamkeit auf die Werte der Gemeinde, die Alltagskultur, die sich immer wieder neu am Evangelium, am Wort Gottes ausrichten muss. Hier ist uns eine wichtige Quelle der Erneuerung geschenkt, mit dieser Haltung können wir gut aus ihr schöpfen.