Modellprojekt „Engagementförderung - Ehrenamtskoordination“ - Weiterer Hintergrund

In unserer Diözese ist Partizipation ein sehr hoher Wert. Unsere Kirchengemeindeordnung, die seit gut 50 Jahren den Rahmen für das Leben der Kirche am Ort bietet, nutzt da alle Möglichkeiten des kirchlichen Rechts.

Gleichzeitig zeigt sich immer wieder im Alltag eine Versuchung, die Papst Franziskus als  Klerikalismus bezeichnet, als eine sündige Komplizenschaft: Der Pfarrer klerikalisiert, und der Laie bittet ihn höflich, ihn zu klerikalisieren, weil es sich im Grunde für ihn als bequemer erweist.(zitiert aus einer Ansprache während seiner APOSTOLISCHE REISE NACH RIO DE JANEIRO AUS ANLASS DES XXVIII. WELTJUGENDTAGS)

Partizipation bedeutet, das Aufgreifen der persönlichen Aufgabe beim Gestalten des Glaubenslebens. Mehr dazu auch bei den Grundlagen des Prozesses ,,Kirche am Ort''.

2 Bibelworte können uns da Orientierung vermitteln. Ein Wort aus der Apostelgeschichte, Kapitel 20, Vers 35: Geben ist seliger als nehmen. Dieses Wort Jesu gibt der Apostel Paulus bei seinem Abschied den Verantwortlichen der Gemeinde von Ephesus mit. Es ist übrigens ein Wort, welches in der modernen Kultur viel Kraft entwickelt. Es prägt das Selbstverständnis von Teilen der Open Source Bewegung, die wichtige Impulse im Umfeld der Digitalisierung setzt.

Ein weiteres Bibelwort aus dem Jakobusbrief, Kapitel 1, Vers 22 ermutigt uns: Werdet aber Täter des Wortes und nicht nur Hörer, sonst betrügt ihr euch selbst! 

Auf diesem Hintergrund ist die Förderung des Engagements, des eigenen Tun ein wichtiger Beitrag für den persönlichen Glauben.