Vorstellung von Frau Nathalie Figge

Liebe Gemeindeglieder der Kirchen Zur Heiligen Familie und Sankt Anna!

Gerne möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich als neue Ehrenamtskoordinatorin bei Ihnen vorzustellen. 
Geboren und aufgewachsen bin ich in Stuttgart, sodass ich mich der Region sehr verbunden fühle. Aufgrund der beruflichen Stationen meines Vaters habe ich allerdings die meiste Zeit meines Lebens in NRW verbracht und auch dort mein wirtschaftswissenschaftliches Studium absolviert. Nach Jahren in der familieneigenen Unternehmensberatung bin ich allerdings mehr und mehr in die Lage gekommen, mich wieder neu und intensiv mit meinem Glauben zu beschäftigen und der Frage nach einem Sinn und einer Berufung zu fragen. 
Daher habe ich zunächst in Tübingen ein Philosophie- und Theologiestudium aufgenommen, welches ich aktuell in der Schweiz zum Abschluss bringe. 

Ich sehe die Stelle als einen im wahrsten Sinne "Dienst", dessen Profil sich für mich über die Begriffe Offenheit, gegenseitigem (An-) Vertrauen und eines gemeinsamen Fundaments im Glauben orientiert.
Der Weg, den wir als Gemeinde mit dieser Stelle gehen, soll sich an dem orientieren, wohin uns der Heilige Geist führen möchte. Daher möchte ich inhaltlich nicht zu sehr auf meine Ideen, Visionen und ersten Ansätze aus den Gesprächen mit Herrn Pfarrer Unckell und den Kolleginnen aus dem Familienzentrum eingehen, sondern die Stelle damit Gott anvertrauen und Sie herzlich bitten, Ihre Wünsche und Ideen proaktiv einzubringen.

Da ich noch im Studium befindlich bin, werde ich an zwei Tagen pro Woche in der Schweiz sein. Ich kann Ihnen aber zusagen, jederzeit für Ihre Anliegen ein offenes Ohr zu haben und damit auch an diesen Tagen, zumindest per E-Mail, für Sie erreichbar zu sein. 

Für persönliche Gespräche stehe ich Ihnen zuverlässig jeden Montag nach vorheriger Terminabsprache zur Verfügung. Gerne sind aber auch, so haben es uns diese Zeiten gelehrt, Videokonferenzen möglich. 
Meine Kontaktdaten: mobil: 0173.6331237 

E-Mail: nathalie.figge@rub.de

Ich freue mich auf viele persönliche Begegnungen mit Ihnen und verbleibe mit herzlichen Grüßen
Nathalie Figge 

Modellprojekt „Engagementförderung - Ehrenamtskoordination“ - Weiterer Hintergrund

In unserer Diözese ist Partizipation ein sehr hoher Wert. Unsere Kirchengemeindeordnung, die seit gut 50 Jahren den Rahmen für das Leben der Kirche am Ort bietet, nutzt da alle Möglichkeiten des kirchlichen Rechts.

Gleichzeitig zeigt sich immer wieder im Alltag eine Versuchung, die Papst Franziskus als  Klerikalismus bezeichnet, als eine sündige Komplizenschaft: Der Pfarrer klerikalisiert, und der Laie bittet ihn höflich, ihn zu klerikalisieren, weil es sich im Grunde für ihn als bequemer erweist.(zitiert aus einer Ansprache während seiner APOSTOLISCHE REISE NACH RIO DE JANEIRO AUS ANLASS DES XXVIII. WELTJUGENDTAGS)

Partizipation bedeutet, das Aufgreifen der persönlichen Aufgabe beim Gestalten des Glaubenslebens. Mehr dazu auch bei den Grundlagen des Prozesses ,,Kirche am Ort''.

2 Bibelworte können uns da Orientierung vermitteln. Ein Wort aus der Apostelgeschichte, Kapitel 20, Vers 35: Geben ist seliger als nehmen. Dieses Wort Jesu gibt der Apostel Paulus bei seinem Abschied den Verantwortlichen der Gemeinde von Ephesus mit. Es ist übrigens ein Wort, welches in der modernen Kultur viel Kraft entwickelt. Es prägt das Selbstverständnis von Teilen der Open Source Bewegung, die wichtige Impulse im Umfeld der Digitalisierung setzt.

Ein weiteres Bibelwort aus dem Jakobusbrief, Kapitel 1, Vers 22 ermutigt uns: Werdet aber Täter des Wortes und nicht nur Hörer, sonst betrügt ihr euch selbst! 

Auf diesem Hintergrund ist die Förderung des Engagements, des eigenen Tun ein wichtiger Beitrag für den persönlichen Glauben.