Führung durch die Kirche Zur Heiligen Familie in Magstadt

  • Innenraum bei Tag

  • Innenraum am Abend

  • Altar

  • Detail am Altar

  • Blick auf die Sakramentskapelle

  • Taufbrunnen

  • Ambo

  • Die Heilige Familie

Unsere Kirche ist als Zentralraumskirche konzipiert.

In dieser Anordnung sind Ambo als Tisch des Wortes (an dem aus der Bibel gelesen wird) und Altar als Tisch des Brotes (an dem die Gabenbereitung erfolgt) in der Kirchenmitte einander gegenübergestellt und die Sitzplätze sind um das Kreuz, welches exakt in der Kirchenmitte steht, angeordnet.

Die Gläubigen können sich so zur Feier der Eucharistie (in Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesus Christus bevor er verraten und den Römern ausgeliefert wurde) um unseren Herrn Jesus Christus versammeln, der einen zentralen Platz im Leben der Christen einnimmt.

Auf die Barrierefreiheit und damit den Wegfall sämtlicher Stufen wurde bewusst geachtet, damit auch ältere Gemeindemitglieder und Mitglieder mit einer Behinderung sich problemlos in der Kirche bewegen können.

Durch das Wegfallen der Stufen predigt der Pfarrer nicht mehr erhöht vor der Gemeinde sondern aus der Gemeinde heraus.

Zur besseren Sichtbarkeit von Altar und Ambo, steigt der Boden der Sitzreihen ausgehend von der Mitte leicht an. Die hinteren Reihen sitzen dadurch ca. 20 cm höher als die vorderen.

Der Taufbrunnen, der für uns Christen den Beginn des Christseins und die Aufnahme in die Gemeinde markiert,  ist durch einen Wasserlauf, der lebendiges, fließendes Wasser führen kann, mit dem Mittelpunkt der Kirche an dem das Kreuz steht, verbunden. Der Wasserlauf in der Mitte symbolisiert hierbei unseren eigenen Lebenslauf als Christen, der uns nach der Taufe zu Jesus Christus führt. Als weitere Taufmöglichkeit verfügen wir über ein großes Taufbecken, in dem in der ursprünglichen Form durch Untertauchen (wie Johannes der Täufer es in der Bibel getan hat) getauft werden kann. Selbstverständlich nur wenn man das wünscht.

Die Gestaltung der Kirche wurde von einer Künstlerin aus Loßburg übernommen. Altar, Ambo und Taufbrunnen wurden in mehrschichtigem, bemalten Glas mit Edelstahlsäulen ausgeführt.

Die 24 seitlichen Glasfenster des Künstlers Peter Blau, die seit 1970 im Besitz der Kirche sind, stellen die acht Seligpreisungen dar, mit denen Jesus im Matthäusevangelium seine Bergpredigt einleitet:

1.                 Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.

2.                 Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.

3.                 Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben.

4.                 Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

5.                 Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.

6.                 Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen.

7.                 Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

8.                 Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich.

Die Farbe der seitlichen Glasfenster bestimmen das Farbkonzept des Raumes: Blau, gelb und rot sorgen in einer sanften Mischung für eine angenehme Atmosphäre. Drei weitere Fenster auf der Seite des Taufbrunnens sorgen dafür, dass keine Wand ohne Fenster ist.

Der Blick in den elliptisch zentrierten Raum wird automatisch nach oben gelenkt. Die Decke ist als Pendant zur Altarumgebung konzipiert, und mit Edelstahl, Glas und Lichtbändern verziert. Das Deckenbild hat einen Durchmesser von sechs Metern.

Die alten dunklen Sitzbänke sind futuristischen Stühlen mit warmer Farbgebung gewichen. Die bunt verkleideten Leuchtelemente erzeugen ein angenehmes Licht im Seitenbereich. Der neue Kirchenraum soll Licht, Wärme und Freundlichkeit ausstrahlen und zum Mitmachen einladen.

Beheizt wird die Kirche mit einer umweltfreundlichen Wärmepumpe, die Wärme aus dem Erdreich in das Heizungssystem pumpt. Bei dem Heizungssystem handelt es sich um eine Fußbodenheizung, die im Steinboden verlegt ist. Dadurch ist die Kirche durchgehend warm temperiert.

Die neugestaltete Sakramentskapelle im hinteren Bereich lädt zum Verweilen ein und ist als Ort zur Einkehr und zum Gebet gedacht.

Auf der Empore ist zweigeteilt unsere alte Orgel, die aufgrund eines Schadens durch Spendengelder neu restauriert wurde.